Jons Nachlese

Sonntag, 4. Dezember 2005

Speechless Germans Sprecken Denglisch, So What?

Das Foto zeigt eine Schulklasse in den 50er Jahren. Jungen und Mädchen sitzen mit gefalteten Händen in Reihen an ihren Pulten. (Rechte: dpa)

Learning Denglisch Lesson I
Eine Schulklasse in den 50er Jahren
Bildquelle: Planet Wissen

Wehret dem Denglisch
Ist die deutsche Sprache in Gefahr?

 Jede City hat einen Shuttle zum Supermarkt, jedes Handy bald eine Flatrate, über das der beigelegte Flyer informiert. Wir kaufen Tickets, schauen News und kleiden uns mit T-Shirts, Tops und Outdoor Jackets. Im Radio gibt es fast nur englischsprachige Songs und die Stellenanzeigen der Wirtschaft sind ohne Englischkenntnisse kaum noch zu verstehen.
 Anglizismen und künstlich geschaffene Wörter ("Denglisch") nehmen in der deutschen Sprache immer mehr Platz ein. Dagegen wehrt sich der "Verein deutscher Sprache e.V.".
 Aus sieben Gründungsmitgliedern von 1997 ist mittlerweile eine stattliche Zahl von fast 30.000 geworden. In Köln protestierten sie gegen die Ausbreitung des "Denglisch". Die Vermischung von Deutsch und Englisch ist hierzulande längst eine Selbstverständlichkeit. Und immer mehr Unternehmen führen das Englische als Konzernsprache ein. Die Deutschen umarmen die Fremdsprache so bereitwillig wie keine andere Nation in Europa.
 Haben wir eine "Ich-Störung", eine Art Selbsthass, bedingt durch die Geschichte des Dritten Reiches? Das es auch anders geht, zeigt Frankreich. Hier gilt die eigene Sprache als Kulturgut Nummer Eins, das per Gesetz geschützt wird.
 Ist die deutsche Sprache in Gefahr? Und könnte Frankreich ein Vorbild sein? Oder ist der Weg der "Grande Nation" ein zum Scheitern verurteilter Versuch, sich der Globalisierung entgegen zu stemmen? Diesen Fragen geht Harold Woetzel in seiner Dokumentation "Wer rettet die deutsche Sprache?" nach.
Quelle Wer rettet die deutsche Sprache?

Verein Deutsche Sprache e.V.

Sprüche und Zitate zur deutschen Sprache

Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS)

Wörter des Jahres

Unwörter des Jahres

Das Deutsche als "Barbarensprache"

Zwiebelfisch

Leselink: Der goldene Esel von Lucius Apuleius

Lucius Apuleius wurde um 125 n. Chr. in Madaura (Nordafrika) geboren. Er starb nach 180 n. Chr. Mit dem >Goldenen Esel< schuf er den ältesten Schelmenroman der Weltliteratur, in dem sich die gesunde Sinnlichkeit und Lebensbejahung der Antike spiegeln.

Lucius Apuleius
Der goldene Esel
Ins Deutsche übertragen von August Rode
(Im vierten Buch findet ihr das Märchen von Amor und Psyche ab: "Sie begann sogleich:")

Ein klassischer Fall von Eigenliebe

Narcissus und Echo

            Durch die aonischen Städte, berühmt als Seher der Zukunft,
Gab dem fragenden Volke Tiresias treffende Antwort.
Gleich die bläuliche Nymphe Liriope machte die Probe
Seines unfehlbaren Spruchs: die einst in gekrümmeter Wallung
Rings Cephisos umhegt', und in bergenden Wogen ihr Brautbett
Wölbete. Diesem gebar im Laufe der Monden die Schönste
Ein holdseliges Kind, schon damals Nymphen bezaubernd,
Und Narcissus genannt. Um ihn gefraget, ob jener
Völlig gereift sehn würde das Ziel des höheren Alters,
Gab der erleuchtete Mann: Wenn er sich nicht kennet! zur Antwort.
Lang' in den Wind schien solches geweissagt: endlich bewährt es
Tat und Erfolg, und des Todes Gestalt, und die Neuheit des Wahnsinns.

Jetzo hatte Narcissus den fünfzehn Jahren noch eines
Zugefügt, und er konnte wie Knab' erscheinen und Jüngling.
Mancher begehrete sein der Jünglinge, manche der Jungfrau'n.
Aber es war so grausam der Stolz bei der blühenden Schönheit:
Keiner rührete jenen der Jünglinge, keine der Jungfrau'n.

Ihn, da er Hirsche zum Garn hertummelte, schaute die Nymphe
Hellen Getöns, die weder dem Redenden lernte zu schweigen,
Noch selbst eher zu reden, die widerhallende Echo.
Leib war Echo annoch, nicht Stimme nur; aber auch damals
Tat der Schwätzerin Mund nicht andere Dienste, denn jetzo:
Daß sie geschickt von vielen die äußeren Worte zurückgab,
Solches verlieh ihr Juno; da diese den Jupiter oftmals
Konnt' auf den Bergen ertappen in williger Nymphen Gemeinschaft,
Wußte sie schlau die Göttin in langem Gespräch zu verweilen,
Bis ihr die Nymphen entflohn. Sobald es Saturnia merkte:
Dieser Zunge Gewalt, die mich belastete, sprach sie,
Soll dir gering hinfort, und kurz der Stimme Gebrauch sein.
Drohungen folget die Tat; jedoch am Ende des Redens
Tönt sie die Laute zurück, die gehöreten Worte verdoppelnd.

Als sie den Jüngling anjetzt durch buschige Lager des Wildes
Schweifen sah, und entbrannte, da folgt sie dem Wandelnden heimlich
Und je mehr sie verfolgt, je nähere Flamme durchglüht sie:
So wie die kienene Fackel, am oberen Ende getupfet
In lebendigen Schwefel, ergreift das nahende Feuer.
O wie so oft will Echo mit schmeichelnden Worten hinangehn,
Und liebkosenden Bitten! Es wehrt die Natur, und vergönnt nicht,
Daß sie zuerst anrede; was jene vergönnt, das beschließt sie:
Abzuwarten ein Wort, dem zurück sie das ihrige sende.

Siehe, der Knab', abirrend vom treuen Gefolg' der Begleiter,
Rief: Ist einer allhier? und: Allhier! antwortete Echo.
Jener staunt, und indem er mit spähendem Blicke sich umsieht,
Rufet er: Komm! laut auf; Komm! ruft sie dem Rufenden wieder.
Rückwärts schauet er; keiner erscheint: Was, rufet er endlich,
Meidest du mich? Was meidest du mich? antwortet die Stimme.
Jener besteht, und getäuscht von des Wechselhalles Gegaukel:
Hier uns vereiniget! ruft er; und freudiger keinen der Töne
Nachzutönen bereit: Uns vereiniget! ruft sie entgegen;
Und sie gefällt in den Worten sich selbst. Aus dem dichten Gesträuch nun
Trat sie hervor, mit dem Arm den ersehneten Hals zu umschlingen.
Jener entflieht, und entziehend: Hinweg die umschlingenden Hände,
Saget er; lieber den Tod, als dir mich schenken, begehr' ich!
Nichts antwortete jen', als: Dir mich zu schenken begehr' ich!
Und die Verachtete schlüpft in den Wald; ihr errötendes Antlitz
Deckt sie mit Laub, und lebt seitdem in einsamen Grotten.
Dennoch haftet die Lieb', und wächst von dem Schmerze der Weigrung.
Wachsame Sorge verzehrt den schwindenden Leib zum Erbarmen;
Ganz verschrumpft ihr die Haut vor Magerkeit; und es entfliegt ihr
Jeglicher Saft in die Luft; nur Laut und Gebeine sind übrig.
Tönend bleibet der Laut; das Gebein wird in Felsen verwandelt.
Immer noch lauscht sie im Wald', und nie auf dem Berge gesehen,
Wird sie von allen gehört; ein Nachhall lebet in jener.

So nun hatt' er die Echo, und so in Gebirge und Fluten
Andere Nymphen gehöhnt, und so der Jünglinge Sehnsucht.
Jetzo streckte die Händ' ein Verachteter flehend zum Äther,
Und: So lieb' er denn selbst! so werd' er nicht froh des Geliebten!
Betet' er. Beifall gab dem Gebet die rhamnusische Göttin.

Dort war ein lauterer Quell, mit silberhellem Gewässer,
Welchen nimmer ein Hirt, noch weidende Ziegen der Berghöh'n,
Angerührt, noch anderes Vieh; den nimmer ein Vogel
Oder ein Wild getrübt, noch ein abgefallener Baumzweig.
Ringsher grünete Gras, von der feuchtenden Welle genähret;
Rings verbot ein Gebüsch der wärmenden Sonne den Zugang.
Hier einst ruhte der Knabe, von Jagdlust müd' und Erhitzung,
Hingestreckt; ihn lockte der Quell und die Schöne der Gegend.
Während den Durst zu löschen er strebt, wächst anderer Durst nach.
Während er trinkt, von dem Bilde gesehener Reize bezaubert,
Lieber er nichtigen Trug; und Leib erscheint ihm der Schemen.
Selber staunt er sich an; unbewegt in einerlei Stellung
Haftet er, wie ein Gebild aus parischem Marmor gemeißelt.
Gierig schaut er, im Grase gelehnt, zwei Sterne, die Augen;
Schaut, wie wert des Lyäus, wie wert des Apollo das Haar sei,
Wie unmännlich die Wang', und wie schimmernd der Hals und die Anmut
Seines Gesichts, wie gesellt zur schneeigen Weiße die Röte;
Alles bewundert er selbst, was er selbst der Bewunderung darbeut.
Sich verlanget der Tor; und der Lobende ist der Gelobte.
Suchend wird er gesucht; und zugleich entflammt er und brennt er.
Oftmals naht' er umsonst dem täuschenden Borne mit Küssen;
Oftmals mitten hinein, den gesehenen Hals zu umfangen,
Taucht' er die Arm in die Quell' und haschte sich nicht in dem Quelle.
Was ihm erschein' unkundig, entlodert er von der Erscheinung;
Und derselbige Wahn, der sie anlockt, täuschet die Augen.
Was, Leichtgläubiger, fängst du umsonst ein entfliehendes Gleichnis?
Nirgend ist, was du begehrst; das Geliebte, wende dich! schwindet.
Was du erblickst, ist Schatten des widerstrahlenden Bildes.
Nichts hat jenes von sich; mit dir nur kommt es, und weilt es;
Auch entweicht es mit dir, wenn du zu entweichen vermöchtest.
Nicht der nährenden Kost, nicht kann die Sorge der Ruhe
Jenen von dort abziehen. Im dunkelen Grase gelagert,
Schaut er den trügenden Reiz mit unersättlichem Anblick,
Selbst von den eigenen Augen verzehrt. Nun hebt er sich etwas,
Und zu den Waldungen rings die gebreiteten Arme gestrecket:

Hat unglücklicher einer, o Waldungen, sagt er, geliebet?
Denn ihr wißt's, dir ihr oft mitkundige Lauben geboten!
Könnt ihr wohl, da so viel Jahrhunderte schon ihr verlebet,
Eines, der so hinschmachtet', in grauender Zeit euch erinnern?
Jenes gefällt, und ich seh' es; doch was mit Gefallen ich sehe,
Nirgendwo find' ich es auf: so schlägt mich Liebenden Wahnsinn!
Ja, was den Schmerz noch mehrt: nicht trennt ein gewaltiges Meer uns,
Nicht ein Gebirg, nicht Ferne, nicht riegelnde Barren und Mauern.
Nur ein Wässerchen hemmt! Selbst wünschet er, selbst die Umarmung.
Denn wie oft ich den Mund zur flüssigen Welle hinabbog,
Ebensooft kam dieser mit aufwärtsstrebendem Mündlein.
Fast, fast scheint er berührt; nur ein weniges scheidet die Sehnsucht.
Wer du auch bist, komm her! Was trügst du mich, einziger Knabe?
Welchem entfliehst du gesucht? Nicht meine Gestalt, noch das Alter
Scheint doch gemacht zum Entfliehn; auch mir liebkoseten Nymphen.
Hoffnung, ich weiß nicht welche, verheißt dein freundliches Antlitz.
Breit' ich die Arme zu dir, so breitest du wieder die Arme;
Lächel' ich, lächelst du auch. Oft sah ich dir Tränen entrollen,
Wann ich Tränen vergoß; und dem Wink auch winkst du entgegen;
Auch, so viel die Bewegung des lieblichen Mundes mir anzeigt,
Redest du Worte, die nicht zu meinem Ohre gelangen.
Du bist ich! Nun merk' ich, und nicht mehr täuscht mich mein Bildnis!
Liebe verzehrt mich zu mir; und die Glut, die ich gebe, die nehm' ich!
Was denn tun? Flehn, oder erfleht sein? Was denn erflehen?
Was ich begehr', ist bei mir; zum Darbenden macht mich der Reichtum.
O wie möcht' ich so gern vom eigenen Leibe mich sondern!
Was kein Liebender wünscht, ich wünsche mir fern das Geliebte!
Schon entnimmt mir die Kräfte der Schmerz; nur wenige Dauer
Steht dem Leben bevor; und kaum aufblühend, verwelk' ich.
Nicht ist schwer mir der Tod, da im Tod' ausruhen die Leiden.
Möchten dem Lieblinge dort nur mehrere Tage gegönnt sein!
Beide nunmehr einmütig verhauchen wir eine Seele.

Jener sprach's; und zur selben Gestalt umkehrend, wie sinnlos,
Trübt er mit Tränen die Flut, und getilgt von kreisender Wallung
Schwand in dem Spiegel das Bild. Da es unter ihm zitternd hinwegfloh:

Willst du entfliehn? Bleib, fleh' ich! Verlaß, o Grausamer, rief er,
Deinen Liebenden nicht! Laß mich, was zu rühren verwehrt ist,
Wenigstens schaun, und nähren den mitleidswürdigen Wahnsinn!

Schmerzvoll reißt er herab den oberen Rand des Gewandes,
Und die enthüllete Brust zerschlägt er mit marmornen Händen.
Siehe, die Brust umzog von dem Schlag sanftglühende Röte:
Also erscheint ein Apfel, der weiß zur Hälfte, zur Hälfte
Rot sich gefärbt; so pflegt mit gesprenkelten Beeren die Traube
Leise die Purpurfarb', annoch unzeitig, zu nehmen.
Als er solches erblickt' im wieder gekläreten Wasser,
Trug er nicht länger den Gram: wie unvermerkt an gelindem
Feuer das gelbliche Wachs hinschmilzt, wie leise der Frühreif
Taut an der wärmenden Sonne; so aufgelöset in Liebe
Schwindet er, ganz allmählich von innerer Flamme verzehret.
Nicht mehr färbt ihn jetzo gemischt zur Weiße die Röte;
Nicht mehr Feuer und Kraft, und was man sahe mit Wollust;
Selbst nicht dauert der Leib, den vormals Echo geliebet.
Doch da sie jenes gesehn, obgleich noch gedenkend des Zornes,
Fühlte sie Leid; und so oft der Erbarmungswürdige: Wehe!
Ausrief, so rief ihm entgegen die Widerhallerin: Wehe!
Und wann jener die Arme sich schlug mit wütenden Händen,
Gab auch diese zurück das Getön des wütenden Schlages.
Also sprach er zuletzt, am gewöhnlichen Borne sich spiegelnd:
Ach, umsonst geliebeter Knab'! Und gleich war der Nachhall.
Jener rief. Leb' wohl! Leb' wohl! antwortet' ihm Echo.

Jetzo senkt er das Haupt kraftlos im grünenden Grase;
Nacht umschattet die Augen, womit sich der Schöne bewundert.
Aber auch dann, nachdem in die untere Wohnung er einging,
Schaut' er sich selbst in stygischer Flut. Wehklagend betrau'rten
Ihn die Schwesternajaden, und weiheten Locken des Hauptes;
Auch wehklagten Dryaden: zur Wehklag' hallete Echo.
Schon ward Bahre besorgt und Brand und geschwungene Fackel:
Doch war nirgend der Leib; für den Leib ein gelbliches Blümlein
Fanden sie, rings um den Kelch weißschimmernde Blätter gegürtet.

Metamorphosen (Verwandlungen)
Publius Ovidius Naso (Ovid)
In der Übertragung von Johann Heinrich Voß (1798)

Ein klassischer Fall von ewiger Liebe

Orpheus und Eurydike

Der unvergleichliche Sänger Orpheus war ein Sohn des thrakischen Königs und Flußgottes Öagros und der Muse Kalliope. Apollon selbst, der melodische Gott, schenkte ihm ein Saitenspiel, und wenn Orpheus dasselbe rührte und dazu seinen herrlichen Gesang, den seine Mutter ihn gelehrt hatte, ertönen ließ, so kamen die Vögel in der Luft, die Fische im Wasser, die Tiere des Waldes, ja die Bäume und Felsen herbei, um den wundervollen Klängen zu lauschen. Seine Gattin war die holdselige Najade Eurydike, und sie liebten sich beide auf das zärtlichste. Aber ach, nur allzu kurz war ihr Glück; denn kaum waren die fröhlichen Lieder der Hochzeit verstummt, da raffte ein früher Tod die blühende Gattin dahin. Auf grüner Aue lustwandelte die schöne Eurydike mit ihren Gespielinnen, den Nymphen; da stach sie eine giftige Natter, die im Grase versteckt lag, in die zarte Ferse, und sterbend sank die Liebliche ihren erschreckten Freundinnen in die Arme. Unaufhörlich hallten nun die Berge und Täler vom Schluchzen und Klagen der Nymphen wider, und unter ihnen jammerte und sang Orpheus, seinen Schmerz in wehmütigen Liedern austönend; da trauerten die Vöglein und die klugen Hirsche und Rehe mit dem verlassenen Gatten. Aber sein Flehen und Weinen brachte die Verlorne nicht zurück. Da faßte er einen unerhörten Entschluß: Hinunter in das grausige Reich der Schatten wollte er steigen, um das finstere Königspaar zur Rückgabe Eurydikes zu bewegen. Durch die Pforte der Unterwelt bei Tainaron ging er hinab; schaurig umschwebten die Schatten der Toten den Lebenden, er aber schritt mitten durch die Schrecknisse des Orkus, bis er vor den Thron des bleichen Hades und seiner strengen Gemahlin trat. Dort faßte er seine Leier und sang zum süßen Klange der Saiten: »O ihr Herrscher des unterirdischen Reiches, gönnet mir, Wahres zu reden, und höret gnädig meine Bitten an! Nicht kam ich herab, von Neugier getrieben, den Tartaros zu schauen, nicht um den dreiköpfigen Hund zu fesseln; ach nein, um der Gattin willen nah ich mich euch. Vom Biß der tückischen Natter vergiftet, sank die Teure in der Jugend Blüte dahin, nur wenige Tage war sie meines Hauses Stolz und Freude. Sehet, ich wollte es tragen, das unermeßliche Leid; als Mann hab ich lange gerungen. Aber die Liebe zerbricht mir das Herz, ich kann nicht ohne Eurydike sein. Darum fleh ich zu euch, furchtbare, heilige Götter des Todes! bei diesen grauenvollen Orten, bei der schweigenden Öde eurer Gefilde: Gebt sie mir wieder, die traute Gattin; laßt sie frei, und schenket ihr das allzufrüh verblühte Leben von neuem! Aber kann es nicht sein, o so nehmet auch mich unter die Toten auf, nimmer kehr ich ohne sie zurück.« Also sang er und rührte mit den Fingern die Saiten. Siehe, da horchten die blutlosen Schatten und weinten. Der unselige Tantalos haschte nicht mehr nach den entschlüpfenden Wassern, Ixions sausendes Rad stand still, die Töchter des Danaos ließen ab vom vergeblichen Mühen und lehnten horchend an der Urne, Sisyphos selbst vergaß seiner Qual und setzte sich auf den tückischen Felsblock, den sanften Klagetönen zu lauschen. Damals, so sagt man, rannen selbst von den Wangen der furchtbaren Eumeniden Tränen hernieder, und das düstere Herrscherpaar fühlte sich zum ersten Mal von Mitleid bewegt. Persephone rief den Schatten Eurydikes, der unsicheren Schrittes herankam. »Nimm sie mit dir«, sprach die Totenkönigin, »aber wisse: nur wenn du keinen Blick auf die Folgende wirfst, ehe du das Tor der Unterwelt durchschritten, nur dann gehört sie dir; doch schaust du dich zu frühe nach ihr um, so wird dir die Gnade entzogen.« Schweigend und schnellen Schrittes klimmen nun die beiden den finstern Weg empor, vom Grauen der Nacht umgeben. Da ward Orpheus von unsäglicher Sehnsucht ergriffen, er lauschte, ob er nicht den Atemzug der Geliebten oder das Rauschen ihres Gewandes hörte - aber still, totenstill war alles um ihn her. Von Angst und Liebe überwältigt, seiner selbst kaum mächtig, wagte er es, einen schnellen Blick rückwärts nach der Ersehnten zu werfen. O Jammer! Da schwebt sie, das Auge traurig und voll Zärtlichkeit auf ihn heftend, zurück in die schaurige Tiefe. Verzweiflungsvoll streckt er die Arme nach der Entschwindenden. Ach, umsonst! Zum zweiten Male stirbt sie den Tod, doch ohne Klage - hätte sie klagen können, so innig geliebt zu sein? Schon ist sie fast seinen Blicken entschwunden: »Leb wohl, leb wohl!« so tönt es leise verhallend aus der Ferne. Starr vor Gram und Entsetzen stand Orpheus zuerst, dann stürzte er zurück in die finsteren Klüfte; aber jetzt wehrte ihm Charon und weigerte sich, ihn über den schwarzen Styx zu fahren. Sieben Tage und Nächte saß nun der Arme am Ufer, ohne Speise und Trank; zahllose Tränen vergießend, um Gnade fleht er die unterirdischen Götter; aber diese sind unerbittlich, zum zweiten Male lassen sie sich nicht erweichen. So kehrt er denn gramvoll auf die Oberwelt zurück in die einsamen Bergwälder Thrakiens. Drei Jahre lang lebte er so dahin, allein, die Gesellschaft der Menschen fliehend. Verhaßt ist ihm der Anblick der Frauen, denn ihn umschwebt das liebliche Bild seiner Eurydike: Ihr gelten alle seine Seufzer und Lieder, ihrem Andenken die süßen klagenden Töne, die er der Leier entlockt. So saß der göttliche Sänger einst auf einem grünen, schattenlosen Hügel und begann sein Lied. Alsbald bewegte sich der Wald, näher und näher rückten die mächtigen Bäume, bis sie den Sitzenden mit ihren Zweigen überschatteten; und auch die Tiere des Waldes und die munteren Vögel kamen heran und lauschten im Kreise den wundervollen Tönen. Da durchstürmten thrakische Weiber schwärmend die Berge, das tolle Fest des Dionysos feiernd. Sie haßten den Sänger, der seit dem Tode der Gattin alle Frauen verschmähte. Jetzt erblickten sie den Verächter. »Dort seht ihn, der uns verhöhnt!« so rief die erste der rasenden Mänaden, und im Nu stürzten sie tobend auf ihn ein, indem sie Steine und Thyrsosstäbe schleuderten. Noch lange schützten die treuen Tiere den geliebten Sänger; wie aber der Klang seiner Weisen allmählich in dem Wutgeheul der wahnsinnigen Weiber verhallte, flohen sie erschreckt ins Dickicht des Waldes. Da traf ein geschleuderter Stein die Schläfe des Unglücklichen; blutend sank er in den grünen Rasen; ach, durch den liederreichen Mund, der Felsen und Bergwild gerührt, entfloh die Seele. Kaum war die mörderische Rotte entwichen, da kamen die Vögel schluchzend herbeigeflattert, traurig nahten die Felsen und alles Getier; auch die Nymphen der Quellen und Bäume eilten zusammen, in schwarze Gewänder gehüllt. Um Orpheus klagten sie alle und begruben seine verstümmelten Glieder. Das Haupt aber und die Leier nahm die schwellende Flut des Hebros auf und trug sie mitten im Strome dahin. Noch immer klang es wie süßer Klagelaut von den Saiten und von der entseelten Zunge, leise antworteten die Ufer mit wehmütigem Widerhall. So trug der Strom das Haupt und die Leier hinaus in die Meeresfluten bis an das Gestade der Insel Lesbos, wo die frommen Einwohner beides auffingen. Das Haupt bestatteten sie, und die Leier hängten sie in einem Tempel auf. Daher kommt es, daß jene Insel so herrliche Dichter und Sänger erzeugt hat; ja selbst die Nachtigallen sangen dort lieblicher als anderswo, um das Grab des göttlichen Orpheus zu ehren. Seine Seele aber schwebte hinab ins Schattenreich. Dort fand Orpheus die Geliebte wieder, und nun weilten sie, ungetrennt und selig umschlungen, in den Gefilden Elysiums, auf ewig miteinander vereinigt. Quelle: "Projekt Gutenberg-DE" - Sagen des klassischen Altertums - Gustav Schwab

Ein klassischer Fall von Liebe

Philemon und Baucis

Auf einem Hügel im Lande Phrygien steht eine tausendjährige Eiche und dicht neben ihr eine Linde von gleichem Alter, beide von einer niedrigen Mauer umgeben. Mancher Kranz ist an den Ästen des nachbarlichen Paares aufgehängt. Nicht weit davon breitet ein sumpfiger See die seichte Flut; wo vordem bewohntes Erdreich war, da flattern jetzt nur Taucher und Fischreiher umher. Einst kam in diese Gegend Vater Zeus mit seinem Sohne Hermes, der nur den Stab, nicht aber den Flügelhut trug. In menschlicher Gestalt wollten sie die Gastlichkeit der Menschen versuchen; darum klopften sie an tausend Türen, um ein Obdach für die Nacht bittend. Aber hart und selbstsüchtig war der Sinn der Bewohner, so daß die Himmlischen nirgends Einlaß fanden. Siehe, da stand ein Hüttchen am Ende des Dorfes, niedrig und klein nur, mit Stroh und Sumpfrohr gedeckt; aber im ärmlichen Hause wohnte ein glückliches Paar, der biedre Philemon und Baucis, sein gleichaltriges Weib. Dort hatten sie zusammen die frohe Jugend durchlebt, dort waren sie zu weißhaarigen Alten geworden. Sie machten keinen Hehl aus ihrer Armut, aber leicht ertrugen sie ihr dürftiges Los, heiter und freundlich, in herzlicher Liebe, wenn auch kinderlos, schalteten sie in dem niedrigen Häuschen, das sie allein miteinander bewohnten. Als nun die hohen Gestalten der beiden Götter diesem ärmlichen Dache sich nahten und die niedere Pforte mit gebücktem Haupte durchschritten, kam ihnen das wackre Paar mit herzlichem Gruße entgegen, der Greis stellte die Sessel zurecht, die Baucis mit grobem Gewebe bedeckte, und bat die Gäste, sich auszuruhen. Das Mütterchen eilte geschäftig zum Herde, stöberte in der lauen Asche nach einem glimmenden Funken, häufte trocknes Holz und Reisig und blies aus dem Qualm mit schwachem Atem die Flamme an. Drauf trug sie gespaltenes Holz herzu und schob es unter den kleinen Kessel, der über dem Feuer hing. Unterdessen hatte Philemon Kohl aus dem wohlbewässerten Gärtchen geholt, den die Alte eifrig entblätterte, hob mit der zweizinkigen Gabel einen geräucherten Schweinsrücken von der rußigen Decke des Gemaches (lange hatten sie ihn zu festlicher Gelegenheit aufgespart) und schnitt ein mäßiges Stück von der Schulter, um es ins siedende Wasser zu werfen. Damit nun aber den Fremdlingen die Weile nicht lang werde, bemühten sie sich, durch harmloses Gespräch sie zu unterhalten. Auch gossen sie Wasser in die hölzerne Wanne, auf daß jene am Fußbad sich erquickten. Freundlich lächelnd nahmen die Götter das liebreich Gebotene an, und während sie die Füße behaglich ins Wasser streckten, richteten die guten Wirte das Ruhebett. Dieses stand inmitten der Stube, mit Teichschilf waren die Polster gestopft, von Weidengeflecht die Füße und das Gestell; aber Philemon brachte Teppiche geschleppt, die sonst nur an festlichen Tagen hervorgeholt wurden - ach, auch sie waren alt und schlecht, und dennoch legten die göttlichen Gäste sich gern darauf, um nun das fertige Mahl zu genießen. Denn jetzt stellte das Mütterchen, geschürzt und mit zitternden Händen, den dreibeinigen Tisch vor das Lager, und da er nicht fest stehen wollte, schob sie dem zu kurzen Fuß eine Scherbe unter; darauf rieb sie die Platte mit frischer Krauseminze und trug die Speisen auf. Da waren Oliven, herbstliche Kornelkirschen, eingemacht in klarem, dicklichtem Safte, auch Rettich, Endivien und trefflicher Käse und Eier, in warmer Asche gesotten. Alles das brachte Baucis auf irdenem Geschirr, und dabei prangte der bunte tönerne Mischkrug und zierliche Becher aus Buchenholz, innen mit gelbem Wachs geglättet. Weder von hohem Alter noch gar zu süß war der Wein, den der redliche Wirt einschenkte. Jetzt aber sandte der Herd die warmen Gerichte, und die Becher wurden zur Seite geschoben, damit es an Platz nicht mangle für den Nachtisch. Nüsse, Feigen und runzlichte Datteln wurden herbeigetragen, auch zwei Körbchen mit Pflaumen und duftenden Äpfeln; selbst Trauben vom purpurnen Weinstock fehlten nicht, und in der Mitte der Tafel prangte eine weißliche Honigscheibe. Die schönste Würze des Mahles aber waren die guten freundlichen Gesichter der wackern Alten, aus denen Freigebigkeit und treuherziger Sinn sprachen. Während nun alle an Speise und Trank sich labten, bemerkte Philemon, daß der Mischkrug trotz der immer von neuem gefüllten Becher sich nicht leeren wollte und stets der Wein wieder bis zum Rande emporwuchs. Da erkannte er mit Staunen und Furcht, wen er beherbergte; ängstlich flehte er samt seiner greisen Genossin mit emporgehobenen Armen und demütig gesenkten Augen, daß sie gnädig auf das dürftige Mahl schauten und ob der schlechten Bewirtung nicht zürnten. Ach, was sollen sie nur den himmlischen Gästen bieten? Richtig, da fällt ihnen ein: draußen im Ställchen ist ja die einzige Gans, die wollen sie sogleich opfern! Beide eilen hinaus, aber die Gans ist schneller als sie; mit Geschrei und flatternden Flügeln entwischt sie den keuchenden Alten und lockt sie bald hier-, bald dorthin. Zuletzt gar rannte sie ins Haus hinein und verkroch sich hinter den Gästen, als ob sie die Unsterblichen um Schutz flehte. Und er ward ihr gewährt; die Gäste wehrten dem Eifer der beiden Alten und sprachen mild lächelnden Mundes also: »Wir sind Götter! Der Menschen Gastlichkeit zu erforschen, stiegen wir nieder zur Erde. Eure Nachbarn fanden wir ruchlos, und sie sollen der Strafe nicht entrinnen. Ihr aber verlaßt dieses Haus und folget uns hinauf auf die Höhe des Berges, damit ihr nicht unschuldig mit den Schuldigen leidet.« Die beiden gehorchten; auf Stäbe gestützt, strebten sie mühsam den steilen Berg hinan. Noch einen Pfeilschuß waren sie vom höchsten Gipfel entfernt, da wandten sie ängstlich den Blick und sahen die ganze Flur in einen wogenden See verwandelt, nur einzig ihr Häuschen war von allen Gebäuden noch übrig. Während sie noch staunten und das Schicksal der andern beweinten, siehe, da ward die alte ärmliche Hütte zum ragenden Tempel; von Säulen getragen, schimmerte das goldne Dach, Marmor deckte den Boden. Und jetzt wandte sich Zeus mit gütigem Antlitz zu den zitternden Alten und sprach: »Saget mir, du redlicher Greis und du, des Redlichen würdige Gattin, was wünschet ihr euch?« Nur wenige Worte wechselte Philemon mit seinem Weibe, dann sprach er: »Eure Priester möchten wir sein! Vergönnet uns, jenes Tempels zu pflegen. Und weil wir so lange in Eintracht miteinander gelebt haben, o so lasset uns beide in einer Stunde dahinsterben; dann schau ich niemals das Grab des lieben Weibes, noch muß mich jene bestatten.« Ihr Wunsch ward erfüllt. Sie hüteten beide des Tempels, solange ihnen das Leben gegönnt ward. Und als sie einst, von Alter und Jahren aufgelöst, zusammen vor den heiligen Stufen standen, des wundervollen Geschickes gedenkend, da sah Baucis ihren Philemon und Philemon seine Baucis in grünem Laube verschwinden; schon wuchsen um beider Antlitz schattige Wipfel in die Höhe. »Leb wohl, du Trauter!« »Leb wohl, du Liebe!« so sprachen sie beide wechselnd, solang sie noch zu reden vermochten. So endigte das ehrwürdige Paar; er ward zur Eiche, sie zur Linde, und noch im Tode stehen sie traulich zusammen, wie sie im Leben unzertrennlich waren. Fromme sind den Göttern wert; Ehre wird denen zuteil, die Ehre erweisen. Quelle: "Projekt Gutenberg-DE" - Sagen des klassischen Altertums - Gustav Schwab

Philosophie: Sokrates und seine Hebammenkunst

Sokrates

Sokrates (altgriech. Sokrátes / Σωκράτης * 469 v. Chr.; † 399 v. Chr. (hingerichtet/vergiftet)) war ein griechischer Philosoph; er lebte und wirkte in Athen. Er gilt als eine der Hauptgestalten der griechischen Philosophie und des abendländischen Denkens.
 Biographische Informationen über Sokrates sind nur spärlich überliefert - vor allem durch seine Schüler Platon und Xenophon. Er selbst hat nichts Schriftliches hinterlassen.
 Als gesichert kann angesehen werden, dass Sokrates als Sohn des Bildhauers Sophronikos und der Hebamme Phainarete in Athen geboren wurde. Er war mit Xanthippe verheiratet. Die verbreitete Ansicht, sie sei ein durch und durch 'zänkisches Weib' gewesen, wird durch die Quellen nicht belegt. Aus dieser Ehe stammten drei Söhne. Die beiden Jüngsten waren zum Zeitpunkt des Todes ihres Vaters vermutlich unter 10 Jahre alt. Sokrates hatte von seinen Eltern ein kleines Vermögen geerbt, das ihm und seiner Familie ein bescheidenes, aber unabhängiges Auskommen ermöglichte. Ob er den väterlichen Beruf eines Bildhauers erlernt hat, wird von der Forschung unterschiedlich beantwortet.
 Es ist nicht bekannt, wer die Lehrer von Sokrates waren, aber es wird angenommen, dass er sich mit Ideen von Parmenides von Elea, Heraklit und Anaxagoras beschäftigt hat. Er nahm als Soldat an den Kämpfen von Potidaia (431-429), Delion (424) und Amphipolis (422) teil. Seine Tapferkeit und seine Besonnenheit (sophrosyne) werden von Platon und Xenophon erwähnt. 423 wird Sokrates als Hauptfigur der Komödie Die Wolken von Aristophanes in einer satirischen Überzeichnung als 'spleeniger Denker' zur Zielscheibe des allgemeinen Spottes. Schon hier wird ihm der Vorwurf des Atheismus und der Verblendung der Jugend gemacht. 416 erscheint Sokrates als „Ehrengast“ auf einem berühmten Gastmahl (Symposion), das anlässlich des Trägödiensieges des jungen Agathon stattfindet. 406 nahm Sokrates als Ratsherr am Prozess gegen die Feldherren aus der Schlacht bei den Arginusen teil und wandte sich gegen deren dann mehrheitlich beschlossene Verurteilung. Aus der Zeit der Gewaltherrschaft der Dreißig (der "dreißig Tyrannen") etwa um 403 sind einige Ereignisse überliefert. Ein festes Datum ist das Jahr 399, als 
Sokrates zum Tode verurteilt  wurde.
 Aus seiner 'Schule' gingen viele bekannte Personen hervor, die in die Geschichte eingingen. Hierzu zählen unter anderem Platon, Euklid, Antisthenes, Aristipp, Xenophon, Alkibiades und Kritias.
Wikipedia - Sokrates

Mäeutik  Als Mäeutik (auch: Maieutik; griech. "Hebammenkunst") bezeichnete Sokrates in Anspielung auf den Beruf seiner Mutter seine Kunst der Gesprächsführung. Platon legte seine Philosophie ganz überwiegend in der literarischen Form Sokratischer Gespräche nieder.
 Die Mäeutik beruht auf der Grundannahme, dass die Wahrheit in der angeborenen Vernunft jedes Menschen bereit liegt und nur ans Licht gebracht ("entbunden") werden muss. Die Sokratische Ironie [Terminus von Kierkegaard aufgebracht?] besteht darin, dass Sokrates (oder wer immer dessen Rolle einnimmt) vorgibt, der Unwissende zu sein, aber Fragen stellt, in denen die Antwort schon verborgen liegt; tatsächlich laufen in den Platonischen Dialogen viele Fragen auf ein ja oder nein hinaus und Sokrates hat den größeren Redeanteil.
Die Mäeutik verfährt in zwei Schritten:
* In der Elenktik (griech. "Kunst der Überführung") erschüttert Sokrates den Standpunkt seines Gesprächspartners und überführt ihn des Nichtwissens.
* In der Protreptik (griech. "Kunst der Hinwendung") führt Sokrates den Gesprächspartner durch weiteres Fragen zur richtigen Erkenntnis. Ziel der Mäeutik ist bei Sokrates/Platon ευ ζην (eu zen), "richtig/gut/wahr zu leben".
Wikipedia - Mäeutik

Sokrates und Charmides
Sokratische Gespräche
aus
Xenofons denkwürdigen Nachrichten von Sokrates.
Ausgewählt und übersetzt von Christoph Martin Wieland

Charmides, ein Sohn Glaukons (eines Bruders von Periktione, der Mutter Platons, und des im vorhergehenden Gespräche figurierenden jüngern Glaukons) war, sowohl was die persönlichen Eigenschaften als den Hang zur Demagogie betrift, ein ausgemachter Antipode seines Vetters. Er war (wie Xenofon sagt) ein Mann von ausgezeichnetem Werth und mit den Fähigkeiten und Kenntnissen, die zu einem tüchtigen Staatsmann erfoderlich sind, ungleich besser versehen, als alle, die sich damahls mit den Geschäften der Republik abgaben; aber er konnte sich nicht entschließen in den Volksversammlungen öffentlich aufzutreten, und sich um eine Stelle in der Staatsverwaltung zu bewerben. Ausser dem Nachtheil, der für das gemeine Wesen daraus entstand, daß es solcher Gestalt der guten Dienste eines der besten und tauglichsten Bürger entbehren mußte, mochte vermuthlich auch die Familie des Charmides, welche (wie Sokrates in dem vorhergehenden Gespräch andeutet) ziemlich herunter gekommen war, seinen Widerwillen gegen eine Laufbahn, die in Republiken zu Ansehen und Reichthum zu führen pflegt, aus Privatrücksichten sehr ungern sehen, und sich deswegen an den Sokrates, als einen Freund vom Hause, gewandt haben. Wie dem auch seyn mochte, genug, Sokrates fand sich bewogen einen Versuch zu machen, ob er ihn über diesen Punkt auf andere Gedanken bringen könne, und es entstand daraus (wenn anders Xenofon hier nicht wieder den Dichter gemacht hat) folgendes Gespräch.

Sokrates. Sage mir, lieber Charmides, wenn Einer alles hätte, was erfordert wird um eine Siegeskrone in einem unsrer öffentlichen Kampfspiele zu erringen, und dadurch nicht nur sich selbst einen Nahmen zu machen, sondern auch seinem Vaterlande einen größern Glanz in der ganzen Hellas zu verschaffen, und dieser Mann wollte nicht kämpfen, was würdest Du von ihm sagen?

Charmides. Was anders, als daß er ein weichlicher feiger Mensch sey.

Sokrates. Und wenn nun Einer wäre, der, wenn er sich mit den Angelegenheiten der Republik beschäftigen wollte, dem Staat die wichtigsten Dienste thun und sich selbst Ruhm und allgemeine Achtung erwerben würde, wenn dieser Mann sich dazu nicht entschließen könnte, würde man nicht mit Recht eben das von ihm urtheilen, was Du von jenem?

Charmides. So scheint es. - Aber warum sagst Du das mir, Sokrates?

Sokrates. Weil ich zu sehen glaube, daß Du mit der entschiedensten Fähigkeit Dich scheuest an den öffentlichen Geschäften Theil zu nehmen, da Du Dich doch als Staatsbürger dazu verpflichtet halten solltest.

Charmides. Und was für Proben hast Du denn von meiner Fähigkeit, daß Du so von mir urtheilest?

Sokrates. Ich bedarf dazu keiner andern Proben, als derjenigen, die Du im Umgang mit unsern Staatsmännern ablegst. Wenn sie über die Geschäfte mit Dir sprechen, so sehe ich daß Du ihnen immer verständig rathest, und, wenn sie auf einem unrechten Wege sind, sie gehörig zu recht weisest.

Charmides. Seine Meinung in Privatgesellschaften sagen, und sie vor einer großen Versammlung ausfechten müssen, ist nicht Ebendasselbe.

Sokrates. Ich sollte meinen, wer rechnen kann, rechnet in einer großen Versammlung nicht schlechter als allein, und wer ohne Zuhörer am besten auf der Zither spielt, wird auch den Preis davon tragen, wenn er sich öffentlich hören läßt.

Charmides. Du wirst doch nicht in Abrede seyn wollen, daß Scham und Furcht unter die dem Menschen angebohrnen Regungen gehören, und daß wir in großen Versammlungen nicht so leicht Meister über sie werden können als in Privatgesellschaften.

Sokrates. Meine Absicht aber ist Dich zu überführen, daß Du, dem der Respekt vor den Klügsten den Mund nicht verschließt, und dem die Stärksten keine Furcht einjagen, nur vor den Unverständigsten und Schwächsten zu reden keinen Muth hast. Oder wer sind denn eigentlich die Leute, vor denen Du Dich zu reden schämst? Sind es die Tuchscherer und Walker, oder die Schuster, oder die Zimmerleute, oder die Schmiede, oder die Landwirthe, oder die Handelsleute, oder die Höken auf dem Markte, deren ganze Weisheit darin besteht, was sie möglichst wohlfeil eingekauft haben, uns so theuer als möglich wieder zu verkaufen? Denn aus diesen allen besteht denn doch im Grunde die Volksgemeine. Und worin läge denn der Unterschied zwischen dem, was Du thust, und einem trefflichen Ringer oder Fechter, der sich fürchtete seine Geschicklichkeit vor Unwissenden sehen zu lassen? Du sprichst mit der größten Leichtsinnigkeit in Gegenwart der ersten Männer im Staat, unbekümmert darum, daß einige von ihnen Dich über die Achseln ansehen, und sprichst um vieles besser als alle unsre Volksredner von Profession; und vor Leuten, die sich nie auf politische Dinge gelegt haben und weit entfernt sind Dich zu verachten, scheuest Du Dich zu reden, aus Furcht von ihnen ausgelacht zu werden. (Ist das nicht widersinnisch?)

Charmides. Wie? Hast Du denn noch nie wahrgenommen, was doch oft genug geschieht, daß auch solche, die verständig gesprochen haben, in der Volksversammlung ausgelacht werden?

Sokrates. Thun das etwa die andern, mit denen Du den meisten Umgang hast, nicht auch? Wahrhaftig, ich kann mich nicht genug über Dich wundern, wie Du, der sich so wenig aus den Spöttereyen der bedeutendsten Männer macht und sie so gut abzufertigen weiß, Dir in den Kopf setzen kannst, Du seyest nicht im Stande, es mit einem Haufen gemeiner ungelehrter Leute aufzunehmen. Verkenne Dich selbst nicht so, mein Bester, und falle nicht in den Fehler, den so viele begehen, indem sie sich mit größtem Eifer bemühen, in andrer Leute Angelegenheiten klar zu sehen, und darüber versäumen, sich selbst recht zu erforschen. Weg also mit dieser Indolenz! Laß Dir vielmehr angelegen seyn, Dich mit Deinem eigenen Werth besser bekannt zu machen, und vernachläßige die Republik nicht, wenn es möglich ist, etwas dazu beyzutragen, daß es besser mit ihr werde. Steht es nur erst um das gemeine Wesen gut, so kann es nicht fehlen, daß nicht nur für die übrigen Bürger, sondern auch für Deine Freunde und Dich selbst nicht geringe Vortheile daraus erwachsen werden. Quelle: "Projekt Gutenberg-DE" - Sokrates

Paradoxon und Antinomie

Platon sagt, Sokrates habe recht, und Sokrates sagt, Platon lüge. Quelle

Zu den interessantesten Paradoxa

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PhilLex - Lexikon der Philosophie

 

 

 

 

Menschen: Erich Fromm

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 Erich Fromm (* 23. März 1900 in Frankfurt am Main; † 18. März 1980 in Locarno) war ein deutscher Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe.
 Erich Fromm promovierte 1922 in Soziologie über Das jüdische Gesetz bei Alfred Weber an der Universität Heidelberg. 1926 heiratete er die Psychoanalytikerin Frieda Reichmann. In dieser Zeit gaben er und seine Frau auch ihre orthodox-jüdische Lebensweise auf und er begann eine Ausbildung zum Psychoanalytiker. 1929 begann Erich Fromm seine Laufbahn als Psychotherapeut der Freudianischen Schule in Berlin.
1930 wurde er von Max Horkheimer (1895-1973) im Frankfurter Institut für Sozialforschung als Leiter der Sozialpsychologischen Abteilung angestellt. 1931 trennte er sich von Frieda Reichmann mit der er jedoch lebenslang freundschaftlich verbunden blieb (Scheidung erst 1942).
 Am 25. Mai 1934 emigrierte er zusammen mit dem Institut für Sozialforschung in die Vereinigten Staaten; am 31. Mai kam er in New York an. Ende 1939 kam es nach verschiedenen Konflikten zu einer Trennung vom Institut für Sozialforschung, nachdem er über viele Jahre Horkheimers wichtigster Mitarbeiter gewesen war. Er wurde am 25. Mai 1940 US-amerikanischer Staatsbürger. 1944 heiratete er die deutsch-jüdische Emigrantin Henny Gurland († 1952).
 Im Jahr 1950 übersiedelte er nach Mexiko-Stadt. Nach dem überraschenden Tod seiner Frau Henny 1952 heiratete er 1953 die Amerikanerin Annis Freeman. Ab 1957 beteiligte er sich an der amerikanischen Friedensbewegung. Er selbst hat immer einen humanistischen, demokratischen Sozialismus vertreten. 1965 wurde Fromm emeritiert; 1974 nahm er seinen Wohnsitz in Muralto (Tessin).
Seine konstruktiven Beiträge u.a. zur Weiterentwicklung der Psychoanalyse, zur Religionspsychologie und zur Gesellschaftskritik des 20. Jahrhunderts machen ihn zu einem der einflussreichen Denker des 20. Jahrhunderts, der oft auch unterschätzt wurde. Viele seiner Bücher wurden seinerzeit zu Bestsellern, seine Gedanken wurden außerhalb der Fachkreise breit diskutiert. Fromms Denken war neben den jüdischen Glaubensschriften auch von der Mystik Meister Eckharts beeinflusst.
 In den Jahren 1966, 1977 und 1978 erleidet er jeweils einen Herzinfarkt. Am 18. März 1980 stirbt Erich Fromm an einem weiteren Herzinfarkt in Locarno (Schweiz). Er wird in Bellinzona (Schweiz) eingeäschert. Fünf Tage nach seinem Tod erscheint die Gesamtausgabe seiner Werke. Im Jahr 1981 bekam er posthum die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main verliehen.
 Der literarische Rechte- und Nachlassverwalter Fromms ist der Psychoanalytiker Rainer Funk, der bei Fromm über Sozialpsychologie und Ethik promoviert hat und dessen letzter Assistent war.
Quelle

Credo eines Humanisten

Website der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft

Reklame: Hauptwerke Erich Fromms

"So wahr mir Gott helfe"

Merkel als erste Bundeskanzlerin vereidigt

  • Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD [PDF]

    LIVE-Übertragung der Plenardebatten

    Die Köpfe im neuen Kabinett

    UMFRAGEN: Wenig Zutrauen in Merkels Kabinett

    Die Große Koalition des Neoliberalismus
    Zitat:>... Und wieder tönen die Ideologen des Neoliberalismus: Der Sachverständigenrat fordert in seinem jüngsten Gutachten - >die Chance nutzen – Reformen mutig voranbringen < - eine noch radikaler Umverteilungs- und Deregulierungspolitik. Zwar seien mit den Hartz-Gesetzen, dem GKV-Modernisierungsgesetz, dem RV-Nachhaltiggesetz, dem Alterseinkünftegesetz oder den einzelnen Stufen der Einkommenssteuerreform bereits eine beachtliche Strecke des Reformweges zurückgelegt.“ Aber die Sozialeinkommen müssten noch weiter abgesenkt und der Niedriglohnbereich ausgebaut werden.
     Die Verfechter die neoliberalen Umbaupolitik werden unbeschadet der praktischen Ergebnisse ihrer Politik den Marsch in die gesellschaftspolitische Sackgasse fortsetzen. Ein radikaler Kurs- und Politikwechsel wird in dem Maße einflussreich, indem über die Bündelung der Proteste ein breites gesellschaftliches Bündnis entsteht.<
    Quelle

  • Leselinks: Konservatismus als Wegbereiter und Bundesgenosse des Faschismus & Die Weimarer Republik

    [Buch: Kurt Tucholsky

    Zitat:>Mit dem Ende der "goldenen Jahre" von Weimar, mit dem tiefen Sturz in die Weltwirtschaftskrise, sah Hugenberg und sahen die großindustriellen und junkerlichen Feinde der bürgerlichen Demokratie von Weimar die Zeit gekommen, den Generalangriff auf die Republik zu starten mit dem Ziel, an ihre Stelle ihre eigene uneingeschränkte Diktatur zu setzen und außenpolitisch mit dem Versailler Vertrag Schluss zu machen und mit aller Kraft den neuen Griff nach der Weltmacht vorzubereiten.
    Dazu war eine Partei wie die NSDAP als Hilfstruppe sehr erwünscht. Ihre finanzielle Unterstützung aus Banken, Industrie und Junkertum nahm im gleichen Maße zu wie ihre Wählerstimmen, also sprunghaft. Hatte sie bei den Reichstagswahlen im Mai 1928 nur rund 800.000 Stimmen erhalten, so waren es nur zweieinhalb Jahre später bei den nächsten Reichstagswahlen im September 1930 schon 6,4 Millionen, die diese Partei gewählt hatten. Damit hatte sie Hugenbergs Deutschnationale Partei weit überrundet - hatte die doch nur 2,4 Millionen Stimmen erhalten.<
    Quelle: Kurt Gossweiler: Konservatismus als Wegbereiter und Bundesgenosse des Faschismus

    [Buch: Alfred Döblin
    Alfred Döblin:
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