Leselink: Liebeskummer
Wer dazu neigt, bei Liebeskummer aus dem Fenster zu springen, sollte sich eine Wohnung im Parterre suchen.
Alberto Sordi
Wer dazu neigt, bei Liebeskummer aus dem Fenster zu springen, sollte sich eine Wohnung im Parterre suchen.
Alberto Sordi

The Fab Four Tea Beutles at Buckingham Palace 1975:
Waiting For The Queen´s Tea To Come
Hauptbildquelle für diese Collage
Die Zubereitung des Tees und das richtige Genießen
Während der ganzen Teegeschichte seit der Han-Zeit änderten sich immer wieder die Teekochmethoden, die sich im Wesentlichen in die folgenden fünf zusammenfassen lassen:
1. Kochen
Teepulver wird im Kessel gekocht, eine Methode, die vor allem vor der Tang-Dynastie praktiziert wurde. Lu Yu hat in seinem Buch über den Tee ausführlich darüber berichtet. Konkret wurde so verfahren: Tee wurde zu Pulver gemahlen und Wasser guter Qualität auf Holzkohlenfeuer zum Kochen gebracht. Beim Siedenpunkt kam das Teepulver hinein. Dann wurde weiter gekocht, bis sich Schaum, "Bomo" genannt, bildete. Man schöpfte den Schaum ab und gab ihn in ein Gefäß. Den Tee brachte man erneut zum Sieden und im Moment des Siedens den Schaum wieder hinzu. War alles gleichmäßig vermischt, war der Tee trinkfertig.
2. Aufbrühen
Bereits in der Tang-Zeit praktiziert, war diese Methode hauptsächlich in der Song-Zeit verbreitet. Man kochte das Teepulver nicht mehr, sondern goss kochendes Wasser darüber, wobei man ständig mit einem Stäbchen umrührte. Die Menge und die Qualität des Schaums, der sich dabei bildete, hingen von der Form des Stäbchens und der Rührweise ab. Bei sehr kräftigem Rühren entstand ein schneeweißer Schaum. Es gab Wettbewerbe, bei welchen derjenige, der den am längsten haltenden Schaum erzeugte, als Sieger abschnitt. "Der Schaum schwebt wie eine weiße Wolke über der Schale", so heißt es in einer Schilderung aus der Song-Dynastie. In den heutigen Teezeremonien in Japan wird diese Methode des Aufbrühens und Rührens noch praktiziert, allerdings bildet sich dabei kein Schaum, wahrscheinlich deshalb nicht, weil das Teepulver nicht fein genug ist und nicht ausreichend kräftig gerührt wird.
3. Aufbrühen von Tee mit Blütenknospen
Der Erfinder dieser Methode war Zhu Quan in der Ming-Dynastie. Man gab Blütenknospen von Winterkirche, Osmanthus oder Jasmin zusammen mit Teepulver in eine Schale und goss kochendes Wasser darüber. Unter der Einwirkung des heißen Wassers öffneten sich die Knospen und verbreiteten ihren Wohlgeruch. Man beobachtete den Vorgang des Öffnens der Knospen und gab sich dabei der Vorfreude auf den Teegenuss hin.
4. Aufbrühen von Tee mit Trockenfrüchten und Nüssen
Hierbei gießt man heißes Wasser auf den mit Trockenfrüchten, Walnüssen, Kürbiskernen, Kiefernkernen gemischten Tee.
5. Aufgießverfahren
Dies ist die übliche Methode, die von der Ming-Dynastie bis heute währt. Je nach den regionalen Teesorten gibt es kleine Unterschiede, sowohl die Wassertemperatur als auch die Dauer des Ziehens betreffend. Grüner Tee wie z.B. der "Drachenbrunnentee" (Longjing) ist sehr zart und liebt keine zu hohe Wassertemperatur. Nach dem zweiten oder dritten Aufguss verliert der Drachenbrunnentee bereits seinen Geschmack. Schwarzer Tee besteht aus härteren und dickeren Blättern, dementsprechend muss man diesen Tee länger ziehen lassen. Wirkliche Teekenner können aus der Form und dem Duft des Tees die Sorte und den Herkunftsort feststellen. Der Drachenbrunnentee ist flach und länglich, während der Baihao-Tee nadelförmig und der Perlentee rundlich aussieht. Auch die Farbe des fertigen Getränks kariiert sehr stark. Manche Teeblätter schwimmen im Wasser, während andere sich ganz absetzen. Bei manchen Sorten wie beim Dahongpao-Tee sind die Teeblätter wie mit einem goldenen Ring am Rand versehen.
Das Einschenken des Tees verlangt Fingerspitzengefühl. Sollen mehrere Tassen gefüllt werden, so schenkt der Fachmann nicht eine nach der anderen voll, sondern macht einige Runden, damit das Teewasser aus unterschiedlichen Schichten gleichmäßig auf die Tassen verteilt wird.
Die Kunst des Teetrinkens verlangt nach einem entsprechenden Milieu. In der alten Zeit pflegte man große Tee-Empfänge zu veranstalten. Die Qing-Kaiser Kangxi und Qianlong luden oft mehere tausend Gäste in der Halle der Höchsten Harmonie im Kaiserpalast zu solchen Tee-Empfängen ein. Im Allgemeinen zog man für eine Teestunde aber einen kleinen Kreis von drei bis fünf Personen vor. Man suchte dafür einen ruhigen Ort aus: an einem Bach oder im Bambushain, in einem alten Kloster, in einem kleinen Pavillon, im Hausgarten. Man trank Tee, bewunderte die Blumenpracht, beobachtete die Fische. Der Ming-Maler Tang Yin hat in seinem Gemälde Szene beim Teetrinken die folgende Situation festgehalten: Die helle Strohhütte befindet sich am Fuß eines hohen, mit alten Bäumen bewachsenen Berges; um Bambuszäune herum wachsen üppig Pflanzen; in der Strohhütte trinken Menschen genüsslich den Tee.
Die Teekenner in der Ming-Zeit bauten gern im eigenen Hof einen Teepavillon. Vor dem Teekochen zündete man Weihrauchstäbchen an, dann wurden alle Teegeräte gewaschen. Der Tee wurde in der Regel mit Freunden gemeinsam zubereitet. Dichtend und malend, trank man Tee. Man traf sich auch gern an einem hellen Mondabend im Herbst zum Tee.
Li Qingzhao, eine Dichterin aus der Song-Zeit, war eine leidenschaftliche Teetrinkerin. Von ihr kennt man heute fast nur noch ihre sentimentalen, traurigen Gedichte. In Wirklichkeit hatte sie eine glückliche Familie. Ihr Ehemann Zhao Mingcheng war Kunstkenner, und sie beide dichteten gern beim Tee. Oft ging es dabei sehr heiter zu, so dass Li Qingzhao mitunter in Lachen ausbrach und Tee versprühte. Quelle: Die chinesische Teekultur
In seinem Abschiedsbrief an seine Frau Mary schrieb Kurt Tucholsky, bevor er sich am 20. Dezember 1935 mit einer Überdosis Schlaftabletten (versehentlich?) selbst tötete:
"Wenn Liebe das ist, was einen ganz und gar umkehrt, was jede Faser verrückt, so kann man das hier und da empfinden.
Wenn aber zur echten Liebe dazu kommen muß, daß sie währt, daß sie immer wieder kommt, immer und immer wieder- : dann hat man nur ein Mal in seinem Leben geliebt."

Bildquelle: Spiegel Online
Immer mehr Menschen stellen sich die Frage, ob Namen nur Schall und Rauch sind oder aber die alte Weisheit, dass nomen auch gleichzeitig als omen zu verstehen sei, Gültigkeit besitze.
Ist also Felix glücklich, Petra felsenfest, Beate glückselig oder hinkt jede Claudia, sei es körperlich oder geistig und inwieweit ist Martin kriegerisch veranlagt?
Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Namen und dem Charakter einer Person?
Bestimmt der Name das Schicksal eines Menschen oder wird der Name erst durch das Verhalten einer bestimmten Person als sympathisch oder unsympathisch empfunden?
Oder anders gefragt: Kann jemand der Oliver, Kevin oder Jessica heißt etwas für den schlechten Geschmack seiner Namensgeber und ist es darum gerecht, dass diese Menschen für den Rest ihres Lebens darunter leiden müssen, so gerufen zu werden, wo es doch durchaus Alternativen gibt, wie Olaf, Bengt, Swantje oder klassisch Hans-Werner, Karl-Heinz, Klaus-Dieter oder einfach nur Detlef oder Manfred?
So muss sich ein jeder den Fragen des modernen Lebens stellen und sich selbst die Antwort auf diese geben: Warum heißen plötzlich alle Oliver?
während das Nichts nichtet.
So weit der, von manchen als der "größte" deutsche Philosoph des vergangenen Jahrhunderts bezeichnete Herr Martin Heidegger.
Herr Ludwig Wittgenstein aber meinte: "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen."
Doch Heidegger hörte ihn wohl nicht und ich bin jetzt auch lieber still.
Während das "Unterschichtenfernsehen" sich weitestgehend des Denglischen bedient und meint, seine dumpfbeuteligen Formate mit wohlklingelndem Englisch hart an der Tinnitusgrenze "Talk Talk", "taff", "Emergency Room" und so weiter, aufzuwerten, pflegt der akademisch eingebildete Neudeutsch-Sprecher seinen Standes-Dünkel mittels Verwendung exotischster Fremdwörter.
Es tangiert ihn peripher, ob der Rezipient der elaborierten Kommunikation folgen kann oder nicht, denn es geht ihm ja gerade darum nicht verstanden zu werden, sondern bewundert.
Über diese kleine Eitelkeit soll sich der Satiriker Kurt Tucholsky köstlich amüsiert haben, wenn er sich auf einer Feier des Bildungsbürgertums langweilte, indem er ein selbsterfundenes Fremdwort ins Gespräch streute und darauf ein Gespräch aufbaute.
Keiner der Anwesenden fragte ihn jemals nach Sinn oder Unsinn dieses Fremdwortes.
Wer sich ein kleines Archiv an stets passenden Phrasen für die nächste Party zulegen möchte, kann sich der flotten Phrasendreschmaschine bedienen, die sogar die intellektuelle Grundausrichtung berücksichtigt. Viel Spaß!
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Also, ran an die Tasten und verbale Kommunikationskompetenz beweisen, denn:
Mit unserem außergewöhnlich hohen Spezialisierungsgrad verfügen wir über das Fachwissen, die Gewinnorientierung signifikant zu verdeutlichen.
Oder einfach gesagt:
Wir evaluieren unsere zukunftsweisenden Wachstumschancen, um den Wissenstransfer der outsourcing-orientierten Datenflüsse zu erweitern.
Spielverderbersprüche (pfui;-):
Fremdwörter verraten entweder Armut oder Nachlässigkeit.
Immanuel Kant (1724 - 1804)
Wer so spricht, daß er verstanden wird, spricht immer gut.
Molière (1622 - 1673)
Wer richtiges Denglisch sprechen will, braucht Vokabeln.
Das ist der Stolz jedes Autors: Wer ein Buch klaut, liest es auch.
Francisco García Gonzalez